Warum überhaupt natürliche Kosmetikprodukte?

Unsere Umwelt zu schützen ist ein großes Thema, dem wir nicht ausweichen können. Auch nicht, wenn wir die Augen verschlossen halten, um nicht auf die auf uns zukommenden klimatischen Veränderungen sehen zu müssen. Der schonende Umgang mit unserer Umwelt ist ein guter Grund, um auf Naturkosmetik oder Naturkosmetik-konforme Produkte umzusteigen. 

Der zweite Grund ist die eigene Gesundheit. Was Chemikalien und Hormonsystem verändernde Substanzen mit unserem Körper machen, ist kein Geheimnis mehr und wird von mir hier nicht mehr weiter ausgeführt.

Mein heutiges Thema ist der Prozess des Umstiegs auf Kosmetik, die aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht.

Der Umstieg ist nicht alleine durch das Auswechseln des Produktes erledigt. Unsere Haut hat sich an konventionelle Inhaltsstoffe gewöhnt und verlangt nach diesen. Die oberste Hautschicht fühlt sich damit im ersten Augenblick sehr zart und glatt an. Unter der Schicht bisher aufgetragener Kosmetik kann jedoch die Haut hungern. Wenn wir solche Kosmetik weg lassen, merken wir schnell wie trocken und durstig die Haut ist. Der erste Eindruck beim Umstieg auf Naturkosmetik kann sein, dass die Naturkosmetik einfach nicht das gepflegte Gefühl bringt. Die Haut runzelt, spannt und fühlt sich trocken an. Wenn wir noch dazu eine salzhaltige oder alkoholische Reinigung vor dem Auftragen der Naturkosmetik verwenden, kann es zu unschönen Hautreaktionen kommen.

Lohnt sich dann überhaupt der Umstieg auf natürliche Kosmetikprodukte?

Der Eindruck, dass die Naturkosmetik nichts bringt, trügt. Die Haut kann endlich hochwertige Öle, Vitamine, Mineralstoffe und Feuchtigkeit aufnehmen und macht das auch. Es kann Wochen bis sogar Monate dauern, bis der Durst Ihrer Haut gestillt ist. Deshalb wäre es günstig, mehrmals täglich die natürlichen Produkte anzuwenden. 

Beim Umstieg auf natürliche Kosmetik kann auch manchmal die Menge, die beim Eincremen verwendet wird, ungewohnt sein. Von einer richtig reichhaltigen, hochwertigen Naturkosmetik können Sie ruhig einmal kleinere Mengen auftragen. Nachcremen wird man in der Umstiegsphase sowieso öfters müssen.

Der Umstieg ist nicht so einfach wie gedacht. Vor allem, wenn man über 40 ist und schon Jahrzehnte lang konventionelle Kosmetik verwendet hat. Vielleicht möchten Sie als KonsumentIn mit älterer Haut zu den natürlichen Ölen und Vitaminen auch noch Naturkosmetik-konforme Substanzen verwenden, die Fältchen verringern und Pigmentflecken mildern. Man muss sich etwas umsehen, findet aber bestimmt das Richtige für sich.

Es lohnt sich allemal durchzuhalten und wieder eine natürliche, gut gepflegte und strahlende Haut zu bekommen und zusätzlich noch Gutes für unsere Natur zu machen.

Meine Erfahrung hat gezeigt, dass eine schonende Reinigung mit Wasser und wiederverwendbaren Mikrofasertüchern gut funktioniert. Kaltgepresste Öle reinigen ebenso sehr gut die Haut und können auch als Maske eine Wohltat sein.

Ein wöchentliches sanftes, natürliches Peeling (zum Beispiel mit gemahlenen Kaffee und etwas Kokosöl) sollte ebenso gemacht werden, um die abgestorbenen Hautschuppen abtragen zu können. So kann das Kosmetikprodukt besser die Haut pflegen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Hautpflege mit natürlichen Kosmetikprodukten!